Köstliche DDR-Brötchen – Wow, sowas von lecker!
Wer kennt sie nicht, die herrlich knusprigen Brötchen mit einer goldbraunen Kruste und einem wunderbar weichen Inneren? Diese klassischen DDR-Brötchen erinnern an den unverwechselbaren Geschmack frisch gebackener Brötchen aus früheren Zeiten. Mit wenigen, einfachen Zutaten und etwas Geduld lassen sie sich auch in der eigenen Küche zubereiten.
Das Besondere an diesem Rezept ist der Vorteig, der ausreichend Zeit bekommt, sein volles Aroma zu entwickeln. Zusammen mit der richtigen Ruhezeit und der hohen Backtemperatur entstehen köstliche Brötchen, die außen wunderbar knusprig und innen angenehm locker sind. Perfekt für ein gemütliches Frühstück oder eine herzhafte Brotzeit.
Zutaten
Für den Vorteig:
– 125 g Weizenmehl, Type 550
– 3 g frische Hefe
– 140 ml kaltes Wasser
Für den Hauptteig:
– 5 g frische Hefe
– 160 ml Wasser
– 200 g Weizenmehl, Type 1050
– 200 g Weizenmehl, Type 550
– 10 g Salz
Zubereitung
Arbeitszeit: ca. 20 Minuten
Ruhezeit: ca. 1 Tag und 3 Stunden
Backzeit: ca. 20–25 Minuten
Gesamtzeit: ca. 1 Tag, 3 Stunden und 45 Minuten
1. Den Vorteig am Vortag vorbereiten
Für den besonders aromatischen Geschmack der DDR-Brötchen beginnt die Zubereitung bereits einen Tag vorher.
Zunächst 125 g Weizenmehl Type 550 in eine ausreichend große Schüssel geben. Die 3 g frische Hefe hinzufügen und anschließend 140 ml kaltes Wasser dazugießen. Alle Zutaten gründlich miteinander verrühren, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist und keine trockenen Mehlreste mehr vorhanden sind.
Die Schüssel anschließend abdecken und den Vorteig ungefähr 24 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Während dieser Zeit entwickelt der Teig sein charakteristisches Aroma, das später für den besonderen Geschmack der Brötchen sorgt. Die lange Ruhezeit ist deshalb ein wichtiger Bestandteil des Rezepts und sollte möglichst eingehalten werden.
2. Den Hauptteig herstellen
Am nächsten Tag kann der eigentliche Brötchenteig zubereitet werden.
Dafür die beiden Mehlsorten, also 200 g Weizenmehl Type 1050 und 200 g Weizenmehl Type 550, in eine große Rührschüssel geben.
Nun die 5 g frische Hefe und 160 ml Wasser hinzufügen. Anschließend den vollständig vorbereiteten Vorteig dazugeben und sämtliche Zutaten sorgfältig miteinander vermischen.
Die Masse gründlich kneten, bis ein zusammenhängender, möglichst gleichmäßiger Teig entstanden ist. Dabei darauf achten, dass sich der Vorteig vollständig mit den neuen Zutaten verbindet.
Erst danach die 10 g Salz hinzufügen und den Teig weitere 2 Minuten kräftig durchkneten. Dadurch erhält er eine geschmeidige, elastische Konsistenz und lässt sich später gut formen.
3. Den Teig ausreichend gehen lassen
Sobald der Hauptteig fertig geknetet ist, wird die Schüssel erneut abgedeckt.
Den Teig nun ungefähr 2 Stunden an einem geeigneten Platz ruhen und aufgehen lassen. Während dieser Zeit arbeitet die Hefe weiter und der Teig entwickelt seine lockere Struktur.
Wichtig ist, ihm genügend Zeit zu geben und ihn während dieser Ruhephase möglichst nicht unnötig zu bewegen.
Die Kombination aus dem lange gereiften Vorteig und dieser zusätzlichen Gehzeit trägt wesentlich dazu bei, dass die fertigen Brötchen ihre typische Konsistenz bekommen.
4. Die DDR-Brötchen formen
Nach der zweistündigen Ruhezeit den Teig aus der Schüssel nehmen und auf die Arbeitsfläche legen.
Nun den Teig in möglichst gleichmäßige Portionen von jeweils ungefähr 80 g aufteilen. Aus der gesamten Teigmenge lassen sich etwa 10 Brötchen herstellen.
Jedes Teigstück vorsichtig zu einem runden oder leicht länglichen Brötchen formen. Dabei die Oberfläche möglichst gleichmäßig ausarbeiten, damit die Teiglinge später beim Backen eine schöne Form erhalten.
Die fertig geformten Brötchen anschließend mit etwas Abstand zueinander auf ein Backblech setzen.
5. Die geformten Brötchen erneut ruhen lassen
Bevor die Brötchen in den Backofen kommen, benötigen sie noch eine weitere Ruhezeit.
Dafür die Teiglinge sorgfältig abdecken, am besten mit einem ausreichend großen Plastikbeutel. So wird verhindert, dass die Oberfläche während des Gehens austrocknet.
Die Brötchen anschließend ungefähr 1 Stunde ruhen lassen. In dieser Zeit können sie weiter aufgehen und ihre endgültige Form entwickeln.
Gerade diese letzte Gehzeit ist wichtig, damit die Brötchen nach dem Backen nicht zu kompakt werden.
6. Die Brötchen einschneiden und backen
Den Backofen rechtzeitig auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Nach der letzten Ruhezeit die Oberfläche der Teiglinge großzügig mit Mehl bestäuben. Anschließend jedes Brötchen mit einem scharfen Messer leicht einschneiden.
Die Einschnitte sorgen nicht nur für das klassische Aussehen, sondern ermöglichen auch, dass sich die Brötchen während des Backens gezielt ausdehnen können.
Das vorbereitete Backblech nun in den heißen Backofen schieben und die Brötchen ungefähr 20 bis 25 Minuten backen.
Während des Backvorgangs den Backraum mehrmals vorsichtig mit Wasser besprühen. Der dabei entstehende Dampf unterstützt die Bildung der typisch knusprigen Kruste.
Sobald die Brötchen eine schöne goldbraune Farbe angenommen haben und vollständig durchgebacken sind, können sie aus dem Ofen genommen werden.
7. Kurz abkühlen lassen und genießen
Die frisch gebackenen DDR-Brötchen vorsichtig auf ein Kuchengitter legen und etwas abkühlen lassen.
Schon nach kurzer Zeit verbreitet sich der herrliche Duft von frischem Brot in der Küche. Außen besitzen die Brötchen eine appetitliche, knusprige Kruste, während das Innere angenehm weich und locker bleibt.
Besonders lecker schmecken sie noch leicht warm mit Butter, Marmelade, Käse oder einem herzhaften Belag.
Tipp: Für ein besonders gutes Ergebnis sollten die angegebenen Ruhezeiten eingehalten werden. Vor allem der Vorteig trägt entscheidend zum Aroma bei. Auch das Besprühen des Backraums mit Wasser während des Backens ist wichtig, damit die Brötchen ihre charakteristische Kruste bekommen.




